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Das Benzinrasenmäher - abc
| Informationen über handgeführte Rasenmäher (Rasenmäher Benzin), über deren Funktion sowie über Pflege des Rasens und sinnvolles Zubehör für Rasenmäher. Lesen Sie vor Inbetriebnahme des Rasenmähers immer die Bedienungsanleitung und beachten deren Inhalt. Die folgenden Informationen können ggf. von denen der Bedienungsanleitung abweichen, hierbei ist immer die Angabe der Bedienungsanleitung maßgeblich. Da die Vielfalt der motorbetriebenen Gartengeräte zu groß ist, um alle Besonderheiten und Varianten zu erwähnen, beschränkt sich der folgende Inhalt nur auf die wesendlichen und gängigsten Typen. MulchenBeim Mulchen wird der Grasschnitt vom Mulchrasenmäher in sehr kleine Partikel geschnitten. Das spezielle Mulchmesser und das Mähgehäuse erzeugen zudem eine vertikale Luftverwirbelung im Mähgehäuse, so dass der Rasenschnitt direkt auf die Grasnabe gedrückt wird und dort verbleibt. Die speziellen Mulchmesser sind so konstruiert, dass durch die Luftverwirbelung große Schnittlängen immer wieder erfasst und zerkleinert werden. Sind die Grasschnitte so zerkleinert, dass diese vom Luftstrom nicht mehr erfasst werden, wird das Schnittgut bzw. Mulch auf die Grasnarbe gedrückt. Die Schnittlänge sollte um 3 cm bis 4 cm bei normalen Rasen gewählt werden. Vor dem Schnitt sollte der Rasen höchstens 5 cm bis 6 cm Rasenlänge aufweisen, um eine ausreichende Mulchfunktion sicherzustellen. Hält man die Schnittlänge beim Rasen kürzer, wie beim Zierrasen, so ist auf ausreichende Bewässerung zu achten. Rasenmäher- und Mulcher Kombigeräte:Mulcher bzw. Mulchrasenmäher mit Mulchstopfen bzw. Mulchkit können wie ein "normaler" Rasenmäher mit Fangbox den Rasenschnitt auffangen und haben zu dem noch die Möglichkeit des Mulchens. Hier wird lediglich die Fangbox entfernt und ein Mulchkeil bzw. Mulchstopfen in die Fangöffnung eingeführt. Einige Geräte verfügen bereits über ein geeignetes Mulchmesser, das sowohl mähen als auch mulchmähen kann. Sollte das Mulchmesser nicht über diese Doppelfunktion des Mulchens und Mähens verfügen, ist bei dem Mäher nicht nur der Mulchstopfen bzw. Mulchkeil einzuführen, sondern auch das Messer durch ein Mulchmesser zu ersetzen. Reine Mulcher... können bei Wiesen und Blumenrasen, die eine sehr hohe Grasentwicklung erreicht sowie einen hohen Fremdbewuchs aufweisen, sinnvoll sein. Hier kommen auch Schlegelmulcher zum Einsatz. Die reinen Mulchmäher werden fast ausschließlich im kommunalen Bereichen oder in der Landwirtschaft eingesetzt, sind sehr teuer und schwer zu handhaben. Für den häuslichen Gebrauch sind Schlegelmulcher ungeeignet. Rasenmäher mit RadantriebHanglagen, große Flächen oder vermooste Rasenflächen lassen das Rasenmähen oder Mulchen zu einem Kraftakt werden. Kraftsparender Komfort beim Rasenmähen oder Mulchen bietet die Ausstattung eines Radantriebes. Einfaches Zuschalten eines Radantriebes reicht in den meisten Fällen aus. Bei gerade Flächen, leichte Hanglagen und kurzgeschnittener Rasen ist ein Eingang - Radantrieb ausreichend. Schwergängiger Betrieb durch längeren Rasen oder starke Hanglagen machen eine Langsamfahrt erforderlich, hier ist ein Mehrgang - Radantrieb ratsam. Die Geschwindigkeit lässt sich stufenweise den Bedürfnissen anpassen. Rasenmäher oder Mulcher mit Mehrgang - Radantrieb sind um ein vielfaches teurer und können bis 20 kg schwerer sein. SelbststarterDie Entscheidung fällt schwer, denn es gibt mittlerweile mehrere Systeme bei Selbststarteinrichtungen von Rasenmäher und Mulchrasenmäher. Akku- und Federstarter sind die 2 marktüblichen Selbststarteinrichtungen. Ein Rasenmäher mit Akkustarteinrichtung muss mit einem Ladegerät aufgeladen werden. Die Startfunktion wird über einen Zündschlüssel ausgeführt - wie beim Auto - Zündschlüssel drehen und der Mäher läuft. Der Nachteil dieses Systems ist, Akkus sind nicht frostsicher, müssen also im Winter ausgebaut und frostsicher gelagert werden. Vergisst man dies und der Winter schlägt frostig zu, verfügt der Akku beim Start nicht mehr über die erforderliche Leistung. Der Akku muss gewechselt werden - eine teure Angelegenheit - Preise um 70.- Euro sind nicht unüblich. Die Standzeit eines Akkus liegt bei 3 Jahren, muss also im Laufe der Nutzung des Rasenmähers oder Mulchers erneuert werden. Eine neue Innovation ist ein Federstart - bei Briggs&Stratton nennt sich diese Funktion T-N-M, heißt Touch-and-Mow. Hier wird beim Startvorgang automatisch eine Feder gespannt. Bei Betätigung des Sicherheitshebels wird beim Starten die Feder wieder entspannt und der Motor springt automatisch an. Anfangs irritiert ein metallisches Geräusch beim Starten, jedoch funktioniert das System sehr gut. Dies System ist wartungsfrei und somit ohne Risiko und hohen Folgekosten verbunden. Lärm und GeräuschschutzemissionDie zulässige Geräuschschutzemission der 8. BimSchV in der Fassung vom 13. Juli 1992 richtet sich nach der Schnittbreite des Rasenmähers. Der zulässige Schalleistungspegel beträgt bei Mähern bis 50 cm Schnittbreite = 96 dB(A). Bei Mähern von 50 cm bis 120 cm Schnittbreite = 100 dB(A). Leistung der Motoren in PS und kWBenzin-Motoren bei Rasenmähern werden in kW oder PS angegeben. Die Umrechnung ist sehr einfach: kW x 1,36 = PS Benzinrasenmäher oder Elektrorasenmäher?Bei kleinen Rasenflächen ist ein Elektro-Rasenmäher zu empfehlen, bei Flächen ab 100 qm kann bereits ein Benzin-Rasenmäher sinnvoller sein. Gerade bei bepflanzten Rasenflächen ist das Stromkabel der Elektro-Rasenmäher ein großes Hindernis, erfordert zudem oft doppelte Wege und es besteht die Gefahr, ein Kabel durchzuschneiden. Ein Benzin-Rasenmäher besitzt zudem eine weit aus größere Leistung, die bei längerem und feuchtem Gras auch erforderlich ist. Große Schnittbreiten und der Einsatz von Vertikutiermessern erfordern Leistungskraft, die nur bei Benzin-Rasenmähern ab 3 PS erreichbar sind. Bei Einsatz von Radantrieb an Steigungen ist sogar eine Leistung von 4 PS und mehr erforderlich. SchnittbreiteDiese wird nach der Größe der zu mähenden Rasenfläche bestimmt. Als Faustformel gilt: Bis 50 qm = 32 cm Schnittbreite Bis 100 qm = 36 cm Schnittbreite Bis 500 qm = 42 cm Schnittbreite Bis 1000 qm = 46 cm Schnittbreite Über 1000 qm = über 50 cm Schnittbreite Neigungswinkel an HanglagenAngaben von Hanglagen können zu Irrtümern führen. Die Angaben können in Grad = ° oder in Prozent = % erfolgen. Hier ist aber ein beträchtlicher Unterschied festzustellen - denn eine z.B. eine Hauswand hat eine Steigung von 100%, das entspricht 45°. Die Hersteller machen Angaben bis 15° Steigung, was etwa 30 % Steigung entspricht. Dieser Neigungswinkel sollte nicht überschritten werden, da sonst das Motoröl in den Luftfilter und Vergaser läuft und somit der Mäher nicht mehr oder nur noch eingeschränkt läuft. Aufwändige Reinigungsarbeiten sind die Folge. Merkmale sind Qualmbildung und ungleichmäßiger Motorlauf sowie Startschwierigkeiten. Ölmenge des MähersEs ist immer darauf zu achten, dass die Füllmenge aus der Bedienungsanleitung beachtet wird. Bei 99 % aller handelsüblichen Mäher müssen 600ml Motoröl in den dafür vorgesehenen Stutzen eingefüllt werden. Es ist sehr wichtig, dass diese Menge eingehalten wird. Wird zu wenig Öl eingefüllt, reißt die Schmierung ab und der Motor nimmt Schaden. Wird zu viel Öl eingefüllt, läuft das Öl in den Vergaser und Luftfilter - Umfangreiche Reinigungsarbeiten durch die Fachwerkstatt sind die Folge. Empfohlen wird von den Herstellern ein Einbereichs-Motoröl SAE 30 Kleinmotoren haben keinen Ölfilter, deshalb wird ein Ölwechsel im Jahr dringend empfohlen. Richtig ist es, wenn der Motor unter Betriebstemperatur über die unter dem Motor befindlichen Ölablassschraube entleert wird und gleich anschließend wieder mit frischen 600 ml SAE 30 Motoröl befüllt werden. Wichtig: Bitte unbedingt die Angaben der Betriebsanleitung beachten! Rasenmäher mit Wasser reinigenEine sehr einfache und materialschonende Reinigung des Mähers kann durch den Einsatz mit Wasser erfolgen. Dies erfolgt mit Hilfe eines Reinigungsadapters. Dieser Reinigungsadapter wird seitlich unter das Mähgehäuse gesteckt und mit einer Flügelschraube befestigt. Ein Wasserschlauch mit Gardena - Anschluss wird am Reinigungsadapter gesteckt, der Motor vom Rasenmäher wird gestartet und der Reinigungsprozess beginnt. Durch den Wasserstrahl, der in das Mähgehäuse geleitet wird und durch das Rotieren der Messer findet quasi eine Selbstreinigung statt. Wichtig ist hierbei, dass die Reinigung unmittelbar nach dem Rasenmähen stattfindet. Rasenmäher reinigenDie Reinigung eines Mähers sollte mit Sorgfalt und Überlegung durchgeführt werden. Dies fängt mit dem seitlichen Kippen des Mähers an. Das seitliche Kippen des Rasenmähers oder Mulchmähers muss auf die vergaserabgewandte Seite erfolgen - also Vergaser liegt oben! Wird der Mäher auf die falsche Seite gekippt, läuft Benzin aus und Motorenöl in den Vergaser sowie in den Luftfilter. Umfangreiche Reinigungsarbeiten durch die Fachwerkstatt sind die Folge. Das Reinigen muss unmittelbar nach Benutzung des Rasenmähers oder Mulchers erfolgen, da die Antrocknung des Rasenschnitts zugleich eine feste Verklebung mit dem Oberflächenschutz verursacht. Um eine möglichst materialschonende Reinigung des Mähers zu ermöglichen, ist das Entfernen der Schnittreste mit einem Weichholzkeil durchzuführen. Eine Alternative hierzu ist eine Reinigung mit Wasser, die mit einem Reinigungsadapter sehr einfach durchzuführen ist - siehe Reinigung mit Wasser. Wann darf ich RasenmähenSo weit nicht durch die örtliche Kommune geregelt, sollten folgende Zeiten laut 8. Verordnung zur Durchführung des Bundesemissionsschutzgesetzes eingehalten werden: - Wochentags zwischen 7°° und 22°° Uhr - Zwischen 19°° und 22°° Uhr nur mit einer Emission von höchstens 60 dB - Nicht an Sonn- sowie an Feiertagen - Die entsprechende Mittagsruhe ist ebenfalls einzuhalten Zudem sollte Respekt und Rücksichtnahme auf Nachbarn und Anwohner eine Selbstverständlichkeit sein. Ökologie und UmweltschutzBeim Mulchen verbleibt der Rasenschnitt zu 100 % auf dem Rasen, somit ein Nährstoffkreislauf. Das ist ökologisch sehr sinnvoll, denn durch die gleichmäßige Verteilung des Mulches bzw. des Rasenschnitts kann eine schnelle und ausreichende Verrottung sichergestellt werden. Das Mulchen mit dem Mulchrasenmäher erzeugt zudem sehr kurzes Schnittgut, was für die natürliche Verrottung sehr vorteilhaft ist. Langschnitt verrottet nicht sehr gut und/oder benötigt sehr viel länger für die Verrottung. Beim "normalen" Rasenmähen wird im Gegensatz zum Mulchen mit dem Mulchrasenmäher der Rasenschnitt aufgefangen und an einer Stelle gehäuft verbracht. Dieser Rasenschnitt ist Müll, kann nur sehr schwer oder gar nicht verrotten, ist also ökologisch nicht sinnvoll. Der Rasenschnitt gärt, hier spricht man von Milchsäuregärung, die gerade im Sommer innerhalb von Stunden entsteht - jeder kennt Silage - kennt diesen Geruch. Bei diesem Gärprozess entstehen durch Sauerstoffmangel sehr hohe Temperaturen, die bis zur Selbstentzündung führen können - gerade bei großen Mengen ist das der Fall. Um hier Abhilfe zu schaffen muss der gesammelte Rasenschnitt mit lockerem Material (nicht Erde) gemischt werden. Ein Trocknen würde zwar die Gärung verhindern, das Ergebnis wäre dann Heu in sehr schlechter Qualität. Eine Kompostierung des Rasenschnitts setzt aber wieder Wasser voraus - Ergebnis: Der Rasenschnitt verpappt partiell zusammen. Rasenmähermesser schärfenDer wichtigste Faktor bei einer einwandfreien Funktion des Rasenmähers ist die Qualität des Messers. Das eingebaute Messer des Rasenmähers muss unbedingt scharf sein und darf nicht durch den Gebrauch abgenutzt oder in der ursprünglichen Form verändert werden. Ein Schärfen des Messers ist daher durch geeignetes Werkzeug vorzunehmen, hier sind spezielle Schärfer zu verwenden. Ein ungleichmäßiges Abschleifen der beiden Schnittflächen führt zur Unwucht und führt damit zu Beschädigungen an Lager und Wellen des Motors. Sehr leicht beim Benutzen des Mähers durch Vibrationen am Griff zu spüren. Die Traktion des Messers nach dem Schärfen durch einen Schärfer ist daher zu berücksichtigen. Die zentrale Bohrung zur Befestigung des Messers dient hierbei als Messpunkt. Hierzu ist eine Buchse in der Größe der mittleren Bohrung das Messer erforderlich. Diese Buchse muss drehbar sein und an einer geraden Wand angebracht werden. Nach dem Schleifen bzw. vor dem Einbau des Messers ist mit Hilfe dieser Buchse das gleichmäßige Abschleifen des Messers zu prüfen. Nachdem das Messer auf die Buchse gesteckt wurde, darf sich das Messer in keiner Position selbständig drehen. Dreht sich das Messer, ist die Seite, die sich nach unten neigt, entsprechend nachzuarbeiten. Auf dem Markt ist auch ein spezielles Auswucht-Werkzeug zu erhalten. Hierbei handelt es sich um einen Kegel, der auf einem Dorn sitzt. Dieser Kegel ist so beschaffen, dass die Mittelbohrung vom Rasenmähermesser auf den Kegel passt. Legt man das geschärfte Messer auf den Kegel, neigt sich das Messer zur schwereren Seite. Diese Seite muss solange nachgeschliffen werden, bis der Kegel das Messer waagerecht hält. Beschädigungen am RasenmähermesserIm Laufe des Jahres und durch die Benutzung des Rasens kommen immer wieder Fremdkörper in Form von Gartenschredder, Steinen oder anderen Materialien auf die zu mähende Fläche. Kleine oder große Erdaufhäufungen durch Maulwürfe oder Wühlmäuse sind auch oft auf Rasenflächen zu finden. Diese Fremdkörper sind komplett von der zu mähenden Fläche zu entfernen, auch die aufgewühlte Erde unserer Freunde aus dem Untergrund. Steine, Erde und andere Fremdkörper führen zur Abnutzung und / oder zur Beschädigung des Messers und damit zu Beschädigungen an Lager und Wellen des Motors. Sehr leicht beim Benutzen des Mähers durch Vibrationen am Griff zu spüren. Das geringste Übel dabei ist ein schlechtes Schnittbild des Rasens und / oder eine eingeschränkte Mulchfunktion. Ist die Reinigung des Rasenmähers erforderlich?Das Mulchen und auch das Mähen mit Fangkorb erfordert ein sauberes Mähgehäuse. Im Mähraum des Mulchrasenmähers wird durch das Mulchmesser eine Verwirbelung des Schnittgutes sowie ein Luftstrom erzeugt. Dieser Luftstrom sorgt beim Mähen mit Fangkorb für das Abführen des Rasenschnitts und beim Mulchmäher für den erforderlichen Mulchschnitt. Durch ein ungereinigtes Mähgehäuse wird der Luftstrom beeinflusst, das führt zu eingeschränkten Mulchfunktionen oder unzureichender Füllung des Fangkorbs. Mulchen spart TransportkostenZu dem muss beim Rasenmähen mit Fangkorb oder Fangbox im Gegensatz zum Mulchen, der Rasenschnitt gesammelt und zum Verbringungsort transportiert werden. Das Mähen dauert im Gegensatz zum Mulchen mit einem Mulchrasenmäher länger und erfordert mehr Laufwege. Die mit Rasenschnitt gefüllte Fangbox muss zum Verbringungsort oder zum Transportmittel gebracht und entleert werden. Das Transportmittel muss letztendlich auch wieder zum Verbringungsort gebracht und entleert werden. Ein Reinigen des Transportmittels ist bei feuchtem Grasschnitt ebenfalls erforderlich. Der Verbringungsort dient oft als Zwischenlager für den Grasschnitt. Denn Grasschnitt ist in großen Mengen nicht verwertbar und somit Müll. Es wird daher, meist einmal jährlich, der zwischengelagerte Grasschnitt zur Entsorgung nochmals Transportiert. Schmutz, starke Geruchsentwicklung und hoher Reinigungsaufwand sind die Folge. Vielfach wird der Rasenschnitt auch in der Mülltonne entsorgt, auch hier kostet Müll Geld und geht zu Lasten der Umwelt. Mulchen spart Energie und ZeitBeim Mulchen mit einem Mulchrasenmäher werden viele Tätigkeiten in einem Arbeitsschritt erledigt. Mähen, Mulchen, Transport, Entsorgung. Die Energie, die bei der Verrichtung des Rasenmähens mit Fangkorb gegenüber dem Mulchen aufgewendet werden muss, ist sehr viel höher. Der Fangkorb selbst hat ein Eigengewicht, das beim Befüllen mit Rasenschnitt um ein Vielfaches erhöht wird. Bei feuchtem Gras ist dieses Gewicht mehr als doppelt so hoch gegenüber nassem Gras. Ein Fangkorb mit 60 Liter Volumen kann hier deutlich über 10 kg Gewicht liegen. Der Transportweg vom momentanen Standort des Rasenmähers bis zum Verbringungsort des Rasenschnitts kostet daher sehr viel Energie. Düngung durch MulchenEin natürlicher Dünger wird bei jedem Mulchen mit dem Mulchrasenmäher dem Rasen zugeführt. Dieser Dünger ist durch den Kurzschnitt des Rasens möglich. Mulchen = Manager der FeuchtigkeitGerade im Sommer, wenn es viele Tage nicht regnet, ist Feuchtigkeit für einen schönen Rasen erforderlich. Beim Mulchen entsteht eine natürliche Feuchtigkeitssperre, die ein schnelles Austrocknen des Bodens und auch ein Verbrennen des Rasens verhindert. In der freien Natur finden wir auch keinen nackten Boden, alles ist in natürlicher Weise bedeckt, hierdurch verhindert die Natur das Austrocknen. Ohne diese Bedeckung finden wir Wüste oder vegetationslose Öde. Drainage mit Erdbohrer hilft bei ÜberfeuchtenDie Anlage des Rasens erfordert Weitsicht. Die Bodenbeschaffenheit bzw. Aufbereitung des Bodens, die Be- und Entwässerung des Rasens und die örtliche Lage der Rasenfläche haben großen Einfluss auf den gesunden Wuchs, Moosbildung und damit auf das Bild des Rasens. Oft ist es aus den verschiedensten Gründen nicht Möglich oder wurde bei Anlage des Rasens nicht Berücksichtigt, die Be- und Entwässerung muss dann nachträglich erfolgen. Große Erdbewegungsarbeiten können mit sehr einfachen Mitteln vermieden werden. Ein Erdbohrer kann hier Abhilfe schaffen. Die Anschaffungskosten für einen Erdbohrer liegen unter 40.- Euro. Die Tätigkeiten halten sich in Grenzen und der Rasen kann so bleiben wie er ist. Die erforderliche Drainage kann sehr einfach mit einem Erdbohrer geschaffen werden. Hiermit bringt man in den zu entwässernden Bereichen Bohrungen mit eine Tiefe von etwa 60 cm bis 100 cm ein. Den Erdaushub entfernt man, die Bohrung verschließt man mit einer mittelgroben Kiesschicht. Abschließend wird eine Deckschicht von 2 cm Blumenerde als oberste Schicht aufgebracht und mit Rasensaat wieder neu eingesät. Entsprechend der Lage und Bedarf der Entwässerung sind Drainagen in Abständen von 1 m anzulegen. Sollte sich herausstellen, dass die Entwässerung nicht ausreichend ist, müssen mehr Drainagebohrungen eingebracht werden. Keine Moosbildung durch MulchenAn dieser Stelle muss das Gerücht, dass beim Mulchen mehr Moos auftritt, relativiert werden. Moosbildung entsteht bei Böden, die kein Wasser abführen können. Lehmhaltige oder zu feste Böden, Schattenbildungen durch Gebäude oder Bäume können hier die Ursache sein. Feiner, kleingehäckselter Grasschnitt bildet eine natürliche Feuchtigkeitssperre und ist gut für den Boden, für den Feuchtigkeitshaushalt. Grober Grasschnitt oder Grasschnitt in zu großen Mengen bildet eine undurchlässige Feuchtigkeitssperre und führt zu Moosbildung und/oder sogar zu Pilzbildung. Durch einen guten wasserdurchlässigen Boden, in Verbindung mit einer regelmäßigen Pflege des Rasens durch Mulchen mit dem Rasenmäher und vertikutieren mit einem Vertikutierer oder einem Vertikutiermesser / Kraftharke, wird die Moosbildung stark minimiert. Lüften des RasensEine Bodenlockerung und Belüftung nennt man Aerifizieren. Gerade bei festeren lehmhaltigen Böden kann dies sehr einfach und preisgünstig durch Lüfterschuhe erreicht werden. Diese Lüfterschuhe besitzen auf der Unterseite Nägel, die beim Betreten des Rasens in diesen eindringen und kleine, nicht sichtbare Löcher hinterlassen, somit wird das Bodenleben und das Rasenwachstum gefördert. Empfehlung: Je nach Bodenzustand, alle 4 - 8 Wochen beim Rasenmähen die Lüfterschuhe benutzen. Keine Pilzbildung durch MulchenEin wasserundurchlässiger saurer Boden, zuviel Grasschnitt, zu grob geschnittener Grasschnitt führen zu Gärprozessen auf dem Rasen. Hier können partielle Pilzbildungen die Folge sein. Durch einen guten wasserdurchlässigen Boden, in Verbindung mit einer regelmäßigen Pflege des Rasens durch Mulchen mit dem Mulcher bzw. Mulchrasenmäher und vertikutieren mit einem Vertikutierer oder einem Vertikutiermesser / Kraftharke, ist eine Pilzbildung so gut wie ausgeschlossen. Gesunder Rasen durch VertikutierenDas Vertikutieren sollte im Frühjahr erfolgen. Der 1. Schnitt sollte bereits erfolgt sein, um den natürlichen Wuchs des Rasens nicht zu stören und eine Regeneration zu ermöglichen. Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe angekratzt und somit von Moos, altem Grasschnitt und zum Teil von Fremdbewuchs befreit. Der Rasen kann sich wieder neu entwickeln, neue Sporen bilden und somit einen gesunden Wuchs herstellen. Eine sehr innovative Möglichkeit ist das Vertikutieren mit dem handelsüblichen Mäher durch Umrüstung mit einem Vertikutiermesser bzw. Kraftharke. Diese Vertikutiermesser sind in allen erforderlichen Schnittbreiten erhältlich und lassen sich durch unterschiedliche Distanzscheiben, die im Liferumfang enthalten sind, auf 99 % aller Rasenmäher montieren. Einfach das Mulchmesser bzw. Schnittmesser des Rasenmähers oder Mulchmähers durch das Vertikutiermesser tauschen. Zu empfehlen ist hier ein Benzin-Rasenmäher ab 4 PS, denn der Vertikutiervorgang erfordert sehr viel Energie. Die Wahl des geeigneten Vertikutiermessers sollte nach der Schnittbreite des Rasenmähers oder Mulchmähers erfolgen, und zwar eine Schnittbreite schmaler als die Schnittbreite des verwendeten Rasenmähers oder Mulchmähers. Ist das Vertikutiermesser montiert, sollte der Mäher nicht über Stein oder festem Untergrund gestartet werden, da die Vertikutierfedern dann auf den Boden kratzen und Beschädigungen herbeiführen. Also Mäher auf den Rasen schieben, etwas ankippen, so dass die Vertikutierfedern nicht den Rasen berühren und den Motor des Rasenmähers oder Mulchmähers starten. Wenn der Motor läuft, sofort mit der Fortbewegung des Rasenmähers oder Mulchmähers beginnen, da sonst unschöne kreisförmige Vertiefungen in den Rasen gefräst werden. Zu empfehlen bei starker Moosbildung ist ein Abharken mit einem Rechen oder einer Eisenharke und je nach Vermoosung ein 2. Vertikutierschritt nach dem Abräumen des ausgekratzten Vertikutiergutes. Das durch den Vertikutiervorgang ausgekratzte Moos und andere Grasreste sind zu entsorgen. Eine Zuführung des Materials in eine Kompostierungsanlage ist sinnvoll, eigene kleine Kompostierungen sind nicht zu empfehlen. Nachsaat erforderlichUm nach dem Vertikutieren den Rasen wieder Kraft zu geben und den Fremdbewuchs zu minimieren, ist eine Nachsaat zu empfehlen. Moos und andere Gewächse haben im Laufe des Jahres das Graswachstum beeinflusst und die Pflanze zurückgedrängt. Daher ist die Mende der Rasenpflanzen weniger geworden, dies ist durch die Nachsaat gut wieder auszugleichen. UrlaubsrasenEin schöner Rasen wird regelmäßig gemäht. Ist man aber im Urlaub, kann der Rasen nach 2 Wochen schon sehr gewachsen sein. Hier ist ein Mulchen mit dem Mulcher bzw. Mulchrasenmäher nicht zu empfehlen. Der Rasen sollte bei einer Graslänge von mehr als 8 cm gemäht und das Schnittgut gefangen werden. Hat man ein Kombigerät, also einen Rasenmäher mit Mulchfunktion, ist dies kein Problem. Baumarkt, Internet oder FachhandelBeim Kauf von einem Rasenmäher ist es wie beim Autokauf. Wer genau weis was er will, braucht nur den Preis zu vergleichen und hat den Kauf schon fast erledigt. Wer sich allerdings noch nicht für die Marke entschlossen hat, hat eine fast endlose Auswahl. Kein Modell ist richtig vergleichbar, nur wenige Ausstattungsvarianten sind direkt vergleichbar. Eine wichtige Frage vor einem Fahrzeugkauf ist, "was für Ansprüche habe ich an meinem Fahrzeug?". Beim Rasenmäher ist es ähnlich wie beim Kauf eines Autos. Es stellt sich die Frage, "was soll der Mäher können, was für eine Marke bevorzuge ich, wie soll der Mäher motorisiert sein, benötige ich Detailinformationen oder oder oder ....???" Viele Nutzer wollen einen Benzin-Rasenmäher mit 4 bis 5 PS Briggs&Stratton Motor, Mulchfunktion, 46er Schnittbreite und Radantrieb. Mit diesen Vorgaben kann im Internet sehr einfach der geeignete Rasenmäher gefunden werden. Es lässt sich im Internet sehr einfach der Preis vergleichen. Zu achten ist auf die Seriosität des Anbieters und an folgenden Kriterien zu erkennen: Bei ebay schnell über die Bewertung zu erkennen und über das Datum der Anmeldung. Ein User, der bereits 5 Jahre oder länger bei ebay handelt, fängt nicht plötzlich das betrügen an. Sollte ein User bereits 1000 Bewertungspunkte oder mehr besitzen und diese Bewertungen zu mehr als 99 % positiv erfolgt sein, wird hier kein Betrüger am Werk sein. Viel mehr Sicherheit gibt es sonst auch nicht im Leben. Bei Shops sollte man auf die professionelle Gestaltung der Webseite achten. Die Seite muss ausreichend Informationen über den Artikel und über das Thema Rasenpflege im weiteren Sinne bieten. Die Möglichkeiten der Bezahlung sollte Nachnahme, Barzahlung und Paypal bieten. Sollte dennoch ein Misstrauen da sein, kann der Rasenmäher auf Nachnahme zugeschickt werden. Der Fachhandel verkauft mit Beratung. Der Rasenmäher oder Mulchmäher kann vorgeführt und getestet werden. Der Fachhändler hat auch die Möglichkeit, den Mäher direkt zum Kunden zu bringen. Aber - der Fachhändler hat auch höhere Unterhaltungskosten, die wiederum erwirtschaftet werden müssen. Diese Kosten sind das Ladengeschäft, das gekauft, gestaltet, beheizt und beleuchtet werden muss. Weitere Faktoren sind das Personal, die Werkzeuge, das Fahrzeug, das Lager oder die Vorhaltung der Ersatzteile. Kein Fachhändler kann daher mit geringen Gewinnen bei einem Rasenmäher oder Mulcher überleben. TestergebnisseSollten Sie Ihre Kaufentscheidung bei einem Mulchrasenmäher auf Testergebnisse ausrichten, ist es erforderlich, dass auch Mulcher bzw. Mulchrasenmäher eher nicht bekannter Marken, wie Efco, Oleo-Mac oder Ering in diesen Tests aufgeführt sind. Wie beim Autokauf kann auch hier nur dann eine präzise Entscheidung getroffen werden, wenn alle Marken hier sehr differenziert miteinander verglichen werden. Markennamen sind oft um einiges teurer, denn auch hier spielen nicht nur die Qualität eine Rolle, der "gute Name" soll mit einem höheren Preis unterstrichen werden. Achtung, nicht alles was teuer ist, ist auch gut. Die Entscheidung sollte abgewägt werden, denn nicht nur der Preis, auch die Leistungen, die Wartung, die Beschaffung und Kosten für Ersatzteile müssen hier ein Entscheidungskriterium sein. Vorteile beim Mulchen:- ökologisch sinnvoll, Nährstoffe bleiben erhalten - schont die Umwelt - kein Schnittgutmüll - stellt einen natürlichen Nährstoffkreislauf sicher - kostengünstig durch Einsatz von Mulchrasenmäher - spart Energie, da kein Transport des Rasenschnitts erforderlich - spart Platz, da keine Deponierung des Rasenschnitts erforderlich - weniger Düngung erforderlich - keine Geruchsentwicklung durch den Verrottungsprozess des Rasenschnitts Nachteile beim Mulchen:- ein Mulchkit bzw. Mulchstopfen kostet etwa 20.- Euro - nach dem Urlaub kann der Rasen zu lang zum Mulchen sein Hilfreiche Suchbegriffe: Rasenmäher, Mulchrasenmäher, Benzinrasenmäher, Elektrorasenmäher, Rasentraktor, Aufsitzmäher, Balkenmäher, Vertikutierer, Rasenmäher Benzin, Erdbohrer, Mäher, Mulchen, Rasen, Rasenmäher mit Radantrieb |
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